Manga Reviews

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Anime Reviews

Itou Junji Kyoufu Manga Collection

Avatar: Slaughtertrip#1
Wenn H. P. Lovecraft (je nach Präferenz bitte einen anderen Namen einsetzen) der amerikanische Meister des verqueren Horrors war, ist Junji Itou wohl sein japanisches Gegenstück. Zu seinen bekanntesten Werken, die nicht Teil dieser Kompilation sind, gehören »Uzumaki«, welches bereits als Live-Action-Movie adaptiert wurde und nächstes Jahr zusätzlich noch eine 4-teilige Anime-Umsetzung bekommen soll, weiters der aufgrund der vielerorts kritisierten Anime-Umsetzung mehr berüchtigte als berühmte Manga Gyo und – so hoffe ich – mein persönlicher Favorit: »Hellstar Remina«.

Auf dieses Sammelwerk an schaurigen, düsteren, schrecklichen, bizarren und ekligen Gruselgeschichten sollten Fans jeglicher Horrorrichtung ein Auge werfen. (Das ist nicht wortwörtlich gemeint. Im Manga selbst gibt es aber genug lose Augen, die man herumwerfen könnte.) Die meisten der insgesamt 16 Bände beinhalten zwischen fünf und sieben Chapter der makabersten Sorte gezeichneter Kunst. Diese Kapitel, welche sich meist über 30 Seiten erstrecken, sind in sich abgeschlossen und haben nur in den seltensten Fällen eine Fortsetzung. Ein paar Ausnahmen sind die Geschichten um die unsterbliche und ihre Opfer in den Wahnsinn treibende Tomie, welche in den ersten beiden Bänden behandelt werden, die Schikanen von Souichi Tsujii, welche in den Bänden fünf und sechs kompiliert wurden, und der im 15. Band thematisierte Fall eines mysteriösen, hübschen Jungen, der das Schicksal anderer Menschen in seinen Händen hält. Erwähnenswert ist zudem Junjis Interpretation von Mary Shelleys Klassiker »Frankenstein«, welche man im 16. und somit letzten Band zu lesen bekommt und zugleich die längste Geschichte dieser umfassenden Sammlung darstellt. Mit dem Filmklassiker aus dem Jahr 1931 kann man heutzutage zwar niemanden mehr erschrecken, jedoch hat es Junji geschafft, diese Geschichte den heutigen Horrorstandards anzupassen, sodass Frankensteins Monster (Trivia: Frankensteins MonsterFrankenstein) einem auch fast 100 Jahre später noch einen kalten Schauer über den Rücken jagt.

Die großen Schwachpunkte dieser Kompilation sind die oben angesprochenen Storys rund um Souichi. Dieser kleine Lausbub terrorisiert seine Mitmenschen auf seine ganz eigene Art und Weise. Angefangen von harmlosen und kindischen Streichen bis hin zu Flüchen, welche durch das Hantieren mit Voodoo-Puppen ausgelöst werden. Seine Pläne erzielen jedoch nicht immer den gewünschten Erfolg. Ob diese aufgehen oder nicht – seine Opfer sind von ihm genauso genervt wie ich. Ein paar dieser Geschichten beinhalten zwar übernatürliche Elemente und einen gewissen Horroranteil, jedoch erscheinen mir diese als Junjis Versuch, durch schwarzen Humor Abwechslung in den Manga bringen zu wollen. Das wäre auch vollkommen in Ordnung, doch in dieser Zusammenstellung aus Geschichten mit shock value auf höchstem Niveau wirken die Chapter mit Souichi wie Fremdkörper.

Der Zeichenstil ist vielleicht nicht immer von erstklassiger Qualität, jedoch sind zumindest die Abbildungen des Grauens immer – Achtung, Oxymoron! – schön hässlich. Wie in vielen Fällen ist aber auch hier bei den späteren Geschichten eine Verbesserung der Zeichnungen deutlich zu erkennen. Darum fand ich es etwas schade, dass ausgerechnet die Chapter mit Tomie, welche wohl Junjis bekannteste Figur ist, gleich zu Beginn an der Reihe waren, da diese zeichnerisch etwas zu wünschen übrig lassen.

Wann erfüllt ein Werk eines gewissen Genres eigentlich seinen Zweck? Eine Komödie, wenn man lacht, ein Thriller, wenn man voller Nervenkitzel gebannt auf seinem Platz gefesselt sitzt, und eine Liebesgeschichte, wenn es diese schafft, das Herz zu berühren. Wenn man nachts ganz alleine ist, Seite für Seite Illustrationen der grauenhaftesten Gestalten erblickt, dem blanken Entsetzen ausgesetzt ist und sich infolgedessen – eigentlich völlig grundlos – zu einem unbestimmten Zeitpunkt umdreht, um sicherzustellen, dass alles in bester Ordnung ist, hat auch eine Horrorgeschichte ihren Zweck erfüllt. Ich hatte mich umgedreht.
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Bokke-san

Avatar: Slaughtertrip#2
Manchmal ist es besser, seine Erwartungen nicht allzu hoch zu schrauben. Je höher diese sind, desto mehr wird man enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt werden. Genauso erging es mir mit »Bokke-san«. Wobei ich eigentlich gar keinen triftigen Grund hatte, besonders hohe Erwartungen in diesen Manga zu setzen. Einzig und alleine ein früheres Werk von Mangaka Yoshiyuki Nishi – »Muhyo to Rouji no Mahouritsu Soudan Jimusho« – war eines der Highlights meiner zuletzt gelesenen Manga. Dieses stach durch seine durchdachte, fantasievoll gestaltete und leicht schaurige Geisterwelt und die originellen Charaktere heraus. All das besitzt »Bokke-san« zwar auch, doch in weitaus geringerem Maße.

Dieser Manga geleitet den Leser in eine mysteriöse Welt, in der die sogenannten Bokke – mit den Youkai verwandte Götter – existieren. Viele davon werden in Menschen wiedergeboren, andere suchen sich einen menschlichen Wirtskörper und wieder andere muss man finden, um an ihre Kräfte zu gelangen. Beim Charakterdesign, das von normalen Menschen bis hin zu Monstern reicht, ist nicht wirklich ersichtlich, ob es sich um Menschen mit Bokke-Kräften oder um Bokke handelt. Diese Willkür ist nur einer der Gründe, weshalb der Manga nicht wie ein kohärentes Gebilde wirkt. Natürlich gibt es auch hier gute und böse Bokke, und natürlich gibt es einen Kampf zwischen den beiden Parteien. Die Gründe für die Fehde sind durchaus sinnvoll und neuartig.

»Bokke-san« besteht aus nur zwei Volumes, wobei ich mir gar nicht so sicher bin, ob das von Anfang an so geplant war. Band #1 ist nämlich ein ganzes Stück schwächer als Band #2, weshalb ich mich gefragt hatte, ob der Manga aufgrund einer eventuell wenig euphorischen Resonanz vielleicht sogar vorzeitig beendet wurde. So werden z.B. viele Charaktere eingeführt, von denen man einiges erwartet hatte, jedoch bis zum Schluss keinerlei Akzente setzen konnten. Besonders auffällig waren hier die drei Polizisten namens Yano, Kani und Daibutsu, welche die mysteriösen Todesfälle, die von den Bokke verursacht wurden, untersucht hatten. Ich stellte mich auf einen kleinen Krimi ein, doch die interessante Idee dahinter wurde leider nicht weitergestrickt.
Die Handlung hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Bis kurz vor dem Finale schafft es der Manga, seine ganz eigene, kleine Welt aufzubauen, die jedoch nicht so klein hätte bleiben müssen. Die ganze Geschichte spielt sich nämlich nur in der Stadt Matsuroba Town ab. Potential hätte es hier also noch genug gegeben.

Bis man überhaupt weiß, was es mit den geheimnisvollen Bokke auf sich hat, vergehen vielleicht sogar etwas zu viele Chapter. Yoshiyuki wollte die Spannung womöglich bis zum Schluss aufrechterhalten, doch ich konnte mich anfangs lange nicht mit dieser Welt anfreunden. Die mit seltsamen Kräften ausgestatteten Charaktere werden ohne erkennbaren Zusammenhang ins Geschehen geworfen. Erst gegen Ende wird ein sinnvolles Konstrukt daraus, doch dann befindet man sich schon mitten im zweiten Band – und offene Fragen bleiben am Ende ebenfalls ungeklärt.

Was bei »Muhyo to Rouji no Mahouritsu Soudan Jimusho« so wundervoll funktioniert hat, waren die oft ungewöhnlichen und sympathischen Charaktere. Hier wurde wohl ebenfalls versucht, den Hauptcharakter Mitsuru Hinomiya mit ebensolchen Eigenschaften auszustatten. Zu Beginn wurde er auch interessant portraitiert – und zwar als Schüler, der so introvertiert ist, dass er seine Klassenkameraden in Erstaunen versetzt, sobald auch nur ein einziges Wort aus seinem Mund kommt. In kleinen Rückblenden wurde sich zwar darum bemüht, eine logische Erklärung für sein Verhalten zu finden – was auch funktioniert hat –, jedoch konnte Mitsuru bei seinen Auftritten immer weniger überzeugen. Mit Fortdauer des Mangas hatte ich das Gefühl, dass sein Charakter immer mehr einem generischen Shounen-Helden ähnelte – nur ohne das regelmäßige und mit vielen Ausrufezeichen und mit Nachdruck gebrüllte Freundschaftsgerede.
Da ein männlicher Hauptcharakter einen weiblichen Gegenpart braucht, wird diese Rolle mit Sayu Ojiro ausgefüllt. Bei ihr gibt es dasselbe Problem: Anfangs wurden ihr ungewöhnliche Charaktereigenschaften gegeben, die von Chapter zu Chapter immer mehr im Sand verlaufen. Die gegensätzlichen Persönlichkeiten von ihr und Mitsuru hätten genug Reibungsfläche bieten können, um viele Comedy-Situationen – welche es auch ab und zu gab – erzeugen zu können, doch aufgrund der Spärlichkeit dieses Mangas werden diese weit auf die Seitenlinie hinausgeschoben, um Platz für ein sinnvolles Zusammenfügen aller Handlungsstränge zu lassen, was jedoch nur zum Teil funktioniert hat.
Von den restlichen Charakteren überzeugen am meisten die Bokke Kakeru Abe, Ameike und Amon Barajima. Von den Menschen hat am ehesten noch Takeshi Iwata diese bestimmte Ausstrahlung, die Charaktere, welche einem noch länger im Gedächtnis bleiben, besitzen sollten. Enttäuschend fand ich hingegen die Antagonisten. Von den vier Endgegnern wurde hier lediglich Kokuto in den Fokus gerückt. Die restlichen drei kamen kaum zum Zug, wodurch ich mich ein weiteres Mal gefragt hatte, ob Yoshiyuki auf ein vorzeitiges Ende gedrängt wurde.

Eigentlich ist der Manga nicht so schlecht, wie meine Rezension vielleicht den Anschein gibt. Das Problem ist nur, dass man sich während dem Lesen der ersten 1 ½ Bände denkt: »Nein, ist nicht interessant.« Erst gegen Ende denkt man sich: »Ist vielleicht doch ganz interessant.« Aber zu diesem Zeitpunkt ist man mit dem Manga leider schon fast durch.
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Ginga Patrol Jaco

Avatar: Slaughtertrip#3
Jaco Tilimentenpiboshi (was für ein Name ... Gott segne die Copy-&-Paste-Funktion) ist den meisten als Sidekick von Son Goku und seinen Freunden bekannt. Als Freezer im Film »Dragon Ball Z: Fukkatsu no “F”« auf die Erde kam und seine neue Form präsentierte, brachte Jaco ganz schön Schwung in die Truppe. Aber das ist – wie man so schön sagt – eine andere Geschichte …

Ein paar Jahrzehnte davor war Jaco – die selbsternannte »Super-Elite der Weltraumpolizei« – schon einmal mit einer Mission, welche ihn auf unseren blauen Planeten geführt hatte, betraut worden. Und um genau diese Mission geht es in diesem Manga.

Handlung:
Jaco wurde auf Befehl des Weltraumkönigs zur Erde geschickt. Er landete dort zwar, aber nicht so, wie er es geplant hatte. Er baute mit seinem Raumschiff einen Unfall und bruchlandete auf einer kleinen Insel. Und hier lernen die jungen Leser, die wohl die Hauptzielgruppe von Akira Toriyamas Manga sind, eine wertvolle Lektion: Während man ein Fahrzeug lenkt, sollte man sich keine Videos ansehen! Auf der Insel trifft er den Wissenschaftler Tokunoshin Oomori, der ihm helfen möchte, sein kaputtes Raumschiff wieder auf Vordermann zu bringen. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, auf der Erde passende Materialien und einen kompatiblen Treibstoff für das außerirdische Gefährt zu finden, begegnen sie Tights Briefs, die ihnen auf ihre ganz eigene Art und Weise behilflich sein kann. Tokunoshin hat jedoch ein kleines, offenes Geheimnis: Er baut an einer Zeitmaschine. Wer vielleicht schon etwas tiefer in der »Dragon-Ball«-Lore gegraben hat und die Weltraumpolizei kennt, der weiß, dass Zeitreisen strengstens verboten sind und Gesetzesbrecher mit eiserner Faust bestraft werden (sollten*). Na, wenn das mal gut geht …?

*Drakonische Strafen bei der heldenhaften Weltraumpolizei, die vom Weltraumkasperlkönig befehligt wird? Na ja, vielleicht irgendwann mal ...

Charaktere:
Jaco ist ein so ausdrucksstarker, Blicke auf sich ziehender, eigensinniger Charakter, dass er alle anderen – ob vom Mangaka gewollt oder nicht – überstrahlt. Der Manga trägt nicht umsonst seinen Namen im Titel, hätte aber auch genauso gut »Die Jaco-Show« heißen können. Er ist sehr arrogant, jedoch ist er sich ganz tief in seinem Innersten über zumindest ein paar seiner Schwächen bewusst. Diese versucht er zu überspielen, indem er sich mehr aufplustert als jeder Pfau. Eigentlich sind solche Wichtigtuer nicht besonders sympathisch, doch seine hie und da aufblitzende korrekte Selbstwahrnehmung wirft ein anderes Licht auf seine gespielte Arroganz. Manchmal kann er einem schon leidtun, weil er viele Komplexe zu verarbeiten hat – auf komödiantische Weise, versteht sich.
Die gewöhnliche Persönlichkeit Tokunoshins ist der Nordpol zu Jacos Südpol. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein, geben aber vielleicht deshalb ein so gutes Paar ab. Trotz seiner gewöhnlichen Persönlichkeit geht von ihm aufgrund seiner Eingriffe in die Zeit ein besonders großer Reiz aus. Seine Forschungen dienen dabei einem selbstlosen Zweck, welcher seinen Ursprung in einem tragischen Ereignis aus seiner Vergangenheit hat.
Neben Jaco ist Tights wohl der interessanteste Charakter. Und zwar nicht deshalb weil sie spezielle Merkmale oder Eigenheiten besitzt – sie ist sehr schlau, aber das sind viele andere fiktive Charaktere auch –, sondern weil sie die große Schwester von Bulma Briefs ist. Hätte sie keine spezielle Verbindung zu »Dragon Ball«, wäre sie auch einfach nur das: ein cleveres Mädchen.
Mit diesen drei Charakteren wären auch schon alle wichtigen Personen, die hier vorkommen, abgedeckt. Alle weiteren hinterlassen zu wenig Eindruck, um aus dem riesigen Schatten von Jaco und den mittelgroßen Schatten von Tokunoshin und Tights heraustreten zu können. Vor allem diejenigen, die Jaco im Weg stehen (um das Wort »Bösewicht« zu vermeiden, die es hier laut Definition dieses Wortes gar nicht gibt), nehmen eine für die Manga von Akira eher untypisch untergeordnete Rolle ein.

Für Fans von »Dragon Ball« und …?
Dieser Manga spricht ganz deutlich die Fans rund um die Geschichten der sieben Zauberkugeln an. Der Auftritt von Tights mag mich und meine Gleichgesinnten vielleicht begeistert haben, jedoch ist dieser für andere wohl nur ein Auftritt eines beliebigen Charakters. Mit dem letzten Chapter wird den meisten Fans vermutlich ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Warum das so ist, möchte ich an dieser Stelle lieber nicht verraten. Wer jedoch auf die Hinweise zu Beginn des Mangas achtet, der wird ohnehin ahnen, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Ansonsten ist Jaco selbst – mit all seinen witzigen und auch sympathischen Facetten – wohl der größte Selling point des Mangas. Ob einzig und alleine Jaco für Leser, die nicht »Dragon Ball«-affin sind, ein überzeugendes Kaufargument ist, möchte ich jedoch bezweifeln. Je nachdem wie viele Häkchen man bei den Fragen »Magst du Sci-fi?«, »Magst du Adventure?« und »Magst du Comedy?« setzen kann, werden die Argumente überzeugender und überzeugender.

Randnotiz:
Dieses und weitere Werke von Akira sind unter dem Namen »Toriyama Short Stories« erschienen. Dort beinhaltet dieser Manga ein Bonuskapitel namens »Dragon Ball Minus«. Dieses erzählt in geänderter Form die Origin Story von Son Goku. Als Fan war ich zwar wenig begeistert davon, dass die »Wahrheit von damals« nunmehr die »Lüge von heute« ist, doch bei Akira muss man sich damit arrangieren, dass dieser den Begriff »künstlerische Freiheit« SEHR weit dehnt.
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Waltz wa Shiroi Dress de

Avatar: KawaiiChan#4
Eine kleine Perle. Kitschig, niedlich und natürlich ein absolutes Unikat in Sachen Shoujo. Weißer Walzer ist eine unglaublich romantische und schön erzählte Geschichte die mein Herz, auf Anhieb gewonnen hatte. Wer auf den alten Stil und alte Romantik abfährt, der wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

Angefangen mit den drei Maincharas, die allesamt sehr unterschiedlich wenngleich auch etwas Stereotypisch sind. Man bedenke aber dennoch, wie alt dieser Manga schon ist, also sei ihm die Sache mit den Stereotypen direkt verziehen. Koto, die unschuldige aber dennoch mutige junge Dame die sich in den indisch-britischen Soldaten Sajit verliebt, der nebenbei als Spion den Hass der japanischen Soldaten auf sich zieht. Und zu guter letzt Koto´s kühlen aber irgendwie interessanten Verlobten Masaomi. Alle Charaktere haben ihr eigenes kleines Päckchen zu tragen, dennoch die Entwicklung aller drei sehr schön mit anzusehen. Besonders Masaomi hat es mir letzten Endes angetan, auch wenn er sich 80% der Geschichte wie ein Idiot aufgeführt hat - doch wer liebt sie nicht?

Die Geschichte wird flüssig und in gutem Tempo erzählt. Man beginnt relativ romantisch, doch nach und nach entwickelt sich eine interessante und sogar politisch, wie auf feministische Geschichte die man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Wie oben schon erwähnt, fand ich die Charakterentwicklung wirklich schön - im Falle eines relativ kitschigen Shoujo-Manga.

Wer also ältere Perlen sucht, könnte hier noch etwas gefunden haben. Ich mag die Geschichte rund um Koto und ihren beiden Verehrern und allgemein den tollen Zeichenstil von Mangaka Chiho Saitou.

Viel Vergnügen also mit dieser kleinen Shoujo-Perle die hoffentlich nicht in Vergessenheit gerät!
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Killing Me!

Avatar: Ixs
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#5
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Saki und Miyoko sind beide Schülerinnen einer privaten Mädchenschule, aber Miyoko ist vielleicht etwas zu alt für die Schule, da sie ein unsterblicher Vampir ist. Saki stammt aus einer langen Reihe von Vampirjägern und ist entschlossen, Miyoko unschädlich zu machen. Aber sie hat noch nie einen Vampir getroffen, der für sie so schwer zu töten war oder der ihr Herz so schlagen ließ.

Angesichts der langen Geschichte von Vampir-Liebesgeschichten ist es keine Überraschung, dass es auch Yuri-Manga zu diesem Genre gibt. Mit einer Prämisse, die sich wie eine Fanfic liest, spielt „Killing Me!“ mit der einfachen Dynamik von „Feinde die zu Geliebten werden“ mit Vampiren als Dekoration, obwohl Miyoko anfangs keine große Feindin war. Saki nimmt ihre Vampirjägerpflichten jedoch sehr ernst und die „Lücke“ zwischen ihrer Haltung und ihrer Fähigkeit, buchstäblich alles perfekt zu machen, außer wenn Miyoko in der Nähe ist, ist die Geschichte ziemlich albern und macht Spaß, besonders mit dem Grad an Absurdität, den der Mangaka Akiyama zeigt. Die Geschichte wird gegen Ende etwas ernster, da Saki schließlich nicht die einzige Vampirjägerin ist, aber die Komödie erholt sich schnell und ich hatte das Gefühl, dass Miyoko und Saki jahrelang zusammen sein könnten und sich gegenseitig nerven werden.

Während dieser Manga eher lustig ist, bin ich neugierig, ob dies das Ende der Geschichte ist. Diese Geschichte kann sicherlich als One-Shot funktionieren, da die Kapitel so episodisch sind, dass es keinen wirklichen „Bogen“ in der Geschichte gibt (außer dass Saki ihre Gefühle zugibt, sobald sie zu offensichtlich werden, um sie zu ignorieren), aber dieser Einzelband wird als Band 1 auf dem Cover geführt. Da sich dieser Band unvollständig anfühlte, habe ich mich umgesehen, um festzustellen, wie lange die Serie ist, aber sie wird tatsächlich nur als One-Shot, plus einem im Manga nicht enthaltenen Kapitel, als „vollständig“ geführt. Ich bin ein wenig verwirrt, dass das letzte Kapitel nicht auch in dieser Ausgabe enthalten war. Die Serie wurde lange genug auf Eis gelegt, so dass klar zu sein scheint, dass diese Serie nie genug Material für einen zweiten Band haben wird.

Ich bin froh sagen zu können, dass das „Fehlen“ eines Kapitels in dieser Geschichte den Manga überhaupt nicht mindert. Die Komödie und Spannung zwischen Saki und Miyoko funktioniert immer noch einwandfrei und ich kann „Killing Me!“ auf jeden Fall Yuri-Fans empfehlen, die eine romantische Komödie mit mehr Knabbern als Bissen mögen.
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Éclair bleue: Anata ni Hibiku Yuri Anthology

Avatar: Ixs
Editor
#6
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  • Yuri
Obwohl ich die ersten beiden Teile der Yuri-Anthologie „Éclair“ geschätzt habe, bin ich mir bei „Éclair bleue: A Girls’ Love Anthology That Resonates in Your Heart“ nicht so sicher, dass ich den Manga mag. Wie bei jeder Anthologie handelt es sich um eine bunte Mischung, aber manchmal ist das Verhältnis von guten zu schlechten Geschichten etwas unausgewogen. Es gab einen ordentlichen Teil Liebesgeschichten von Mädchen, die sympathisch waren. Nur hatte ich das Gefühl, dass die Hälfte der Titel in dem Band in der einen oder anderen Form problematisch (oder einfach nicht so toll) war.

Aber zunächst zu den positiven Aspekten. Zu den Geschichten, die ich genossen habe, gehörten „Soul Mates“, „Love Drops“, „Open Your Eyes“, „The Girls’ Destination“, „In the Twilight“ und „Sato, Tears, a Woman, and a Woman“. Alle hatten eine Wendung oder Prämisse, die ungewöhnlich war und etwas Neues bot, was für jemanden wie mich, der viel Yuri liest, schwierig sein kann.

Was meinen Favoriten aus der Anthologie betrifft, ist es eine Gleichstand zwischen „Soul Mates“ und „Love Drops“. Beide Geschichten waren süß und einfach. In meiner Rezension zu „Éclair Blanche“ erwähnte ich, dass ich zu längeren Geschichten neige. Trotzdem diese beiden Geschichten etwas kürzer sind. Sie hatten ehrlich gesagt die perfekte Länge. Beide lieferten genügend Hintergrundinformationen, um die Charaktere ein wenig auszuarbeiten und dem Leser zu helfen, ihre Gefühle für einander zu verstehen.

Soul Mates“ handelt von Ritsu, die in Seina verliebt ist, weil ihr Horoskop sagt, dass sie perfekt zusammenpassen. Ritsu geht zu weit mit Astrologie und Wahrsagerei und Seina gerät in Konflikt, weil sie möchte, dass Ritsu sie wirklich liebt, nicht weil ein Horoskop es ihr gesagt hat. Ich war schon immer an Astrologie interessiert (allerdings nicht auf Ritsus Ebene), daher erregte das Konzept dieser Geschichte sofort meine Aufmerksamkeit. Gleichzeitig weiß ich, dass es nicht klug ist, sich zu stark darauf zu verlassen, und ich verstehe Seinas Seite der Dinge. Schließlich sind auch Mimans (Mangaka) Artwork und Charakterdesigns wie immer bezaubernd, was ein zusätzlicher Bonus ist.

Love Drops“ hatte auch die Art von niedlichen, fluffigen Artwork, das ich mag. Außerdem hat mir das Konzept und die Charaktere sehr gut gefallen. Yakko, das Liebesinteresse, hat eine unvorhersehbare Persönlichkeit und eines Tages füttert sie Koto, die Hauptfigur, mit „Liebestropfen“. Die „Liebestropfen“ sind angeblich ein Liebestrank in Süßigkeitenform. Je mehr man isst, desto mehr verlieben man sich in die Person, die sie einem füttert. Koto mag Yakko bereits, aber sie ist sich nicht sicher, ob der Liebestrank nur ein weiteres von Yakkos Spielen oder ein verrückter Plan ist. Die Dynamik der Mädchen hat mir sehr gut gefallen. Ihre Albernheiten sind süß.

Kommen wir nun zu einigen Geschichten in der Anthologie, die mir nicht so gut gefallen haben. Zunächst möchte ich „Castle in the Bushes“ erwähnen, eine Fortsetzung einer Geschichte aus „Blanche“. Mir hat bereits der erste Teil, „Azalea Corner“, nicht so gut gefallen und ich mochte die Fortsetzung auch nicht besonders. Es hatte immer noch das gleiche verwirrende Geschichtenerzählen. Ich war verwirrt darüber was los war und das war nachdem ich den ersten Teil gelesen hatte. Ich kann mir vorstellen, wie verwirrt Leser sein müssen, die es nicht gelesen haben. Eine andere Geschichte, die ich nicht mochte, war, „The Joy of Big Boobs“. Man kann wahrscheinlich schon am Titel erraten, warum. Ich bin nicht gegen Fanservice und die Geschichte hatte eigentlich auch keinen. Aber diese Geschichte war einfach seltsam.

In den meisten anderen Geschichten kommen problematische Elemente ins Spiel. Es gibt mehrere Kurzgeschichten, die Beziehungen von Erwachsenen zu Schülerinnen zeigen. Einige der erwachsenen Charaktere setzen zwar Grenzen, was lobenswert ist, andere jedoch nicht. Auch gibt es eine Inzest-Geschichte. Diese implizierte, dass die Charaktere möglicherweise nicht Blutsverwandt sind, obwohl dies vage und mehrdeutig war. Ich verstehe, dass diese Themen in Japan kein Tabu sind, aber mir machen diese Geschichten trotzdem etwas Probleme. Auf jeden Fall waren diese Geschichten, auch ohne diese Elemente, nicht die stärksten in Bezug auf die Erzählung.

Bunte Mischung oder nicht, „Éclair bleue: A Girls’ Love Anthology That Resonates in Your Heart“ war nicht so lohnenswert wie der erste „Éclair“-Band oder „Blanche“. Man findet zwar immer noch die eine oder andere interessante Geschichte, aber insgesamt war dieser Band eher schwächer als seine Vorgänger.
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Scarlet

Avatar: Ixs
Editor
#7
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  • Yuri
Zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben von Iris und Finé ereignete sich ein traumatischer Moment, in dem Folgendes passierte: Iris, „Rotkäppchen“, ist eigentlich ein Werwolf, und Finé sieht, wie sie ihre Beute verschlingt. Eine Gruppe, die Werwölfe töten will, beendet fast Iris' Leben, aber Finé, die sie unbedingt retten will, schnappt sich eine mysteriöse Droge und konsumiert sie. Dies verwandelt sie in eine Blutsaugerin und sie tötet alle. Aber kommt zur Besinnung, nachdem sie Iris' Blut getrunken hat.

Die derzeitige Lösung dieses Dilemmas besteht darin, herauszufinden, ob es ein Heilung für die Droge gibt, dass die Voraussetzungen für das schaffte, was passiert ist. So wie es zunächst aussieht, scheinen die beiden auf den ersten Blick ein Paar zu sein, aber in Wirklichkeit sind sie mit einen Vertrag aneinander gebunden, den sie gegenseitig geschlossen haben – Finé kann Iris Blut trinken, um mental und körperlich gesund zu bleiben, und wenn sie eine Heilung finden, kann Iris Finé fressen.

Scarlet“ ist ein Manga, der natürlich einen solchen Cliffhanger haben muss, dass man nicht anders kann, als wissen zu wollen, was als nächstes passiert, aber der Manga ist es einfach nicht gut. Es geht zwar um eine seltene Kombination – Yuri und Horror – aber zum größten Teil kollidieren diese Genre miteinander. Die Charaktere benehmen sich alle süß, wie in normalen Yuri-Manga, und dann dreht sich die Geschichte unbeholfen um, um Mord und Totschlag zu inszenieren.

Ich musste fast ein wenig schmunzeln, als der Mangaka im Nachwort des ersten Bandes sagte, dass diese Art von Manga nicht das ist, was „Comic Yuri Hime“ normalerweise veröffentlicht. Das kam nur allzu gut rüber. Diese Art von Prämisse kann funktionieren, aber das Artwork lässt das meiste, was passiert – Actionszenen oder Charakterinteraktionen – unwirklich erscheinen.

Es ist jedoch ein motivierender Faktor, herauszufinden, was diese Charaktere tatsächlich tun um diese Situation zu lösen. Ja, sie sind alle Archetypen und es gibt das Element des Altersunterschied, weil Fantasy-Kreaturen eben lange leben (es wird angemerkt, dass Iris ungefähr 100 Jahre und Finé 17 Jahre alt ist), aber die Geschichte wird dort angesiedelt, wo sie ein schlechtes Ende überwinden muss. Schließlich soll Iris Finé fressen. Trotzdem ist ihre frühere Verbindung und ihre aktuelle Situation faszinierend. Was passiert also, wenn sie doch eine Heilung finden? Natürlich in diesem Manga fällt das Yuri nur in seltsamen Momenten auf. Dazu gehört natürlich auch, wenn sich ein paar Damen in Dessous in Werwölfe verwandeln und auf einer Party anfangen Menschen zu fressen.

Zum größten Teil und abgesehen von dem einen wirklich coolen Moment, in dem Iris einen armen Kerl dazu brachte, reichlich Getränke zu servieren, weil er in einem Spiel betrogen hatte, war der Manga „Scarlet“ nur verwirrend zu lesen. Es wird bestimmt Liebhaber für solche Manga geben, aber ich gehöre auf jeden Fall nicht dazu, daher gibt es von mir keine uneingeschränkte Leseempfehlung.
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Mahou Tsukai no Yome Kinshi-hen

Avatar: Nova Lunaris#8
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Diese Rezension ist in gewisserweise etwas besonders für mich. Da es sich hier um die Erste von mir gelesene Light Novel und gleichzeitig auch um die erste Rezension einer Light Novel handelt.
Also was erwartet uns in diesem Werk von Kore Yamazaki? »Die Braut des Magiers: Das goldene Garn/Das silberne Garn« ist eine Kurzgeschichten-Sammlung zum gleichnamigen Anime bzw. Manga und behandelt größtenteils Personen, die im Hauptwerk nicht vorkamen. Natürlich gibt es auch die eine oder andere Erzählung mit den uns bekannten Figuren aus dem »Die Braut des Magiers«-Universum.
Überrascht hat mich, dass nur zwei der insgesamt sechzehn Kurzgeschichten, die sich auf zwei Bände verteilen, überhaupt von Kore Yamazaki selbst sind. Die anderen Geschichten stammen von Größen wie Yuichiro Higashide (fate/Apocrypha), Jun´ichi Fujisaka (Ghost in the Shell: S.A.C) und Kiyomune Miwa (Kabaneri of the Iron Fortress) um ein paar der mitwirkenden Autoren zu nennen. Erstaunlich finde ich außerdem wie gut es den Autoren gelungen ist die Grundstimmung und die Welt des Originalwerks einzufangen. Hätte ich nicht gewusst, dass die Erzählungen von anderen Leuten stammen, wäre mir dies wohl nicht aufgefallen.
Nun zu den Geschichten selbst. Diese sind wie zu erwarten auf einem hohen Niveau und bieten eine bunte Mischung aus mysteriösen, herzerwärmenden aber auch traurigen Inhalten. Eine der Erzählungen spielt sogar im Zweiten Weltkrieg und wirft ein magisches Bild auf denselbigen. Besonders gefallen haben mir die Geschichten »Ash und Beschützer«, »Die Sonne und der tote Alchemist« und »Agnellas Lied«. Ja ich gestehe, ich habe eine Schwäche für melancholisch bis traurig angehauchte Erzählungen, da ist es kein Wunder, das gerade diese mir besonders gefielen. Gekrönt werden die Geschichten von einer Illustration aus der Hand Kore Yamazakis, die sich immer am Beginn einer neuen Erzählung einfinden. Ich persönlich finde seinen Zeichenstil toll und dementsprechend gefielen mir auch die Bilder.
Was gibt es sonst noch zu erwähnen? Ach ja muss man das Originalwerk kennen, um die Light Novel zu lesen? Nicht zwangsläufig, aber es hilft schon etwas, wenn man mit dem Universum vertraut ist, da man dann bereits ein gewisses Gefühl hat was einen erwartet. Außerdem hat man dann auch ein besseres Verständnis für die handelnden Figuren.

Fazit
Empfehlen würde ich diese Light Novel jedem der Fantasy mag. Allerdings sollte man nicht mit der sogenannten High Fantasy rechnen. Obwohl es in allen Geschichten um Magie geht, fühlen sie sich doch sehr geerdet an, was ich persönlich mag. Also um es genauer zu sagen, große magische Schlachten mit gewaltigen Explosionen gibt es hier nicht, die eine oder andere Kampfszene allerdings schon. Manchmal muss man auch etwas um die Ecke denken, um zu verstehen, was genau gerade passiert ist. Im Großen und Ganzen sind die Geschichten allerdings leicht verständlich und für jeden sollte etwas dabei sein.
Für Fans des Originalwerks ist diese Light Novel sowieso ein Pflichtkauf.
Post was last edited on 29.09.2020 um 09:04.
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Nekomajin

Avatar: Slaughtertrip#9
Noch nie hatte ein Manga von Akira Toriyama, der sich ohnehin nie eine Gelegenheit entgehen lässt, seine Werke mit seinem typischen Humor auszuschmücken, so viel Comedy zu bieten. Die Geschichten dieser bizarren Katzen enthalten natürlich weiterhin alle Elemente, die seinen Manga einen so großen Wiedererkennungswert geben: Action, Adventure und – wie gesagt – viel Comedy bzw. Parodie.

In diesem One-Shot begleitet man gleich drei verschiedene Neko Majin auf ihren Abenteuern. In den ersten beiden Chaptern trifft man auf den Mischlingskater Neko Majin Mix, beim dritten Chapter ist Neko Majin Mike der strahlende Held, und in den letzten fünf Kapiteln tritt Neko Majin Z auf den Plan.

Neko Majin Mix raubt einem die Nerven, und man ist froh, dass dieser nur eine Comicfigur ist und man mit diesem nicht im wahren Leben Bekanntschaft machen muss (obwohl … interessant wäre es schon). Er ist sehr arrogant, geldgierig und sarkastisch. Trotz all seiner schlechten Eigenschaften ist er ein Kämpfer der Gerechtigkeit (oder zumindest möchte er das sein). Wenn jemand in Schwierigkeiten ist, er aber nicht sofort zu Hilfe eilt, sondern seine Stimmbänder trainiert, mag man jedoch daran zweifeln, ob er allen Ernstes ein Held sein möchte. Wie alle Neko Majin besitzt auch er Zauberkräfte. Und wie alle Neko Majin sind diese weitaus weniger ausgeprägt als ihr Kampftalent. Dass weder er noch seine Artgenossen auf einen ebenbürtigen Gegner stoßen, könnte man schon fast als die Blaupause von »One Punch-Man« bezeichnen.

Von Neko Majin Mike bekommt man leider nur eine Geschichte zu lesen. Das macht aber nichts, denn dieser stellt genauso viel Schabernack an wie Neko Majin Mix. Im Gegensatz zu diesem ist Neko Majin Mike vielleicht etwas hilfreicher und netter. Mit Kojirou hat er sogar einen Freund, dem er hilft – ob Kojirou möchte oder nicht. Es wird niemanden überraschen, dass seine gutgemeinte Hilfe oft noch mehr Ärger verursacht.

Neko Majin Z hat fast doppelt so viele Chapter bekommen wie seine beiden Artgenossen zusammen. Das »Z« in seinem Namen gibt bereits einen kleinen, aber deutlichen Hinweis, wo die Reise hingehen soll. Hier wird Akiras Cash Cow »Dragon Ball« parodiert. Neko Majin Z verwandelt sich hier nicht in einen Super-Saiyajin, sondern in Super Neko Majin, und mit dem Nekohameha feuert er seine ganz eigene Variante des Kamehameha auf seine Kontrahenten ab. Es tauchen beliebte und bekannte Charaktere wie Boo, der Rinderteufel, Oob, Chichi, Son-Goten und Pan auf, und natürlich dürfen Son Goku und Vegeta ebenfalls nicht fehlen. Aber auch extra für diesen Manga kreierte Charaktere mit Bezug zum »Dragon Ball«-Universum treten hier auf, z.B. Freezers Sohn Greeser oder der Saiyajin Onio.

Im Laufe des Mangas erfährt man, dass es ungefähr 100 verschiedene Arten von Neko Majin gibt. Eine kleine Auswahl davon bekommt man zu sehen, wie z.B. den Kurzarm-Neko Majin , den Amerikanischen Locken-Neko-Majin, den Schottischen Schlappohr-Neko-Majin oder den Sphynx-Neko-Majin. Hätte ich die Ehre, Akira interviewen zu dürfen, würde ich ihm folgende Frage stellen: »Naze ... (und dann auf Deutsch weiter, weil ich kein japanisch kann) haben Sie uns nie mit weiteren Geschichten aller anderen Neko Majin beglückt?« Ein oder zwei Geschichten über die Kater mit ihren unterschiedlichen Eigenheiten hätten bestimmt für zwei weitere Bände gereicht – Luxusproblem!

Meine Bewertung ist ziemlich hoch, dennoch möchte ich keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Mit all den »Dragon Ball«-Parodien ist das Zielpublikum nicht schwierig zu erraten. Auch sollte man ein Fan des Toriyama’schen Humors sein. Natürlich gibt es auch hier alle seine weiteren Trademarks, doch diese müssen – im Gegensatz zu z.B. Kajika oder Sandland – der übermäßigen Comedy ein wenig Platz machen.
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Nikurashii hodo Aishiteru

Avatar: Ixs
Editor
#10
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  • Yuri
Willkommen in der Arbeitswelt, in der man sein persönliches Leben für sich behält oder die Konsequenzen tragen muss. Nun, es gibt zwar Ausnahmen, aber in den meisten Fällen ist eine gewisse Zurückhaltung in Bezug auf die Beziehungen im Büro zu wünschen, da dies zu einer Reihe von Problemen führen kann, insbesondere wenn sich die Beziehung innerhalb derselben Abteilung abspielt. Und wenn die Beziehung zwischen dem Manager und einem Mitarbeiter besteht, könnte es sogar noch schlimmer sein.

Was passiert also, wenn man dieses Setting mit zwei Frauen kombinieren, die es zu genießen scheinen, zusammen zu sein, aber eine von ihnen ist eine aufstrebende Mitarbeiterin und die andere ist eine Vorgesetzte, die übrigens bereits verheiratet ist, man bekommt „I Love You So Much, I Hate You“, wo die Grenzen der Liebe auf den Prüfstand gestellt werden.

Die beiden Hauptcharaktere, Saori Fujimura, eine Top-Mitarbeiterin des Unternehmens und ihr Chefin Ayaka Asano, die nicht nur die Abteilung leitet, sondern von vielen innerhalb und außerhalb der Abteilung respektiert wird, sind in einer heimlichen Beziehung. Dafür gibt es viele Gründe, zum Beispiel wie die Gesellschaft lesbische Beziehungen betrachtet oder Liebesbeziehungen am Arbeitsplatz zwischen einer Vorgesetzten und ihrer Mitarbeiterin, zudem ist Ayaka tatsächlich auch noch mit einem Mann verheiratet. Dieser Typ scheint jedoch nicht nur ein Idiot zu sein, sondern betrügt Ayaka auch hinter ihrem Rücken.

Sowohl Saori als auch Ayaka entdecken beruflich und dann privat mehr voneinander (während Verabredungen und im Bett, wo Ayaka sogar feststellt, dass sich Saoris Persönlichkeit verändert, wenn sie alleine sind). Zu wissen, dass sie verheiratet ist, führt jedoch dazu, dass Saori darüber nachdenkt, ob sie Ayaka jemals dazu bringen könnte, nur sie zu lieben und eine zusätzliche Angelegenheit, die scheinbar bei der Arbeit vor sich geht, lässt nicht nur ihre private Beziehung ins Stocken geraten, sondern lässt sie auch fragen, ob sie trotzdem zusammen sein wollen?

I Love You So Much, I Hate You“ ist eine interessante Lektüre, die nicht ganz unrealistisch ist. Es ist sicher wahrscheinlich, dass solche Beziehungen im wirklichen Leben bestehen. Aber diese sind wahrscheinlich nicht so bitter-süß, wie der Titel vermuten lässt. Der Fokus des Mangas liegt auf den beiden Hauptcharakteren. Während wir also Details zu Mitarbeitern und Familie erhalten, dreht sich alles um Saori und Ayaka. Saori erkennt, dass sie Frauen liebt, aber vom schwärmen für eine Person bis hin zu einer Beziehung ist es ein weiter Weg. Zumal die Frau, die sie liebt, verheiratet ist.

Als Ayaka ihre Gefühle erwidert, merkt Saori nicht, dass es teilweise daran liegt, dass Ayaka sie nur benutzt. Der Typ, den Ayaka geheiratet hat, schien ein guter Fang zu sein, also hätte es klappen können. Aber Ayaka muss feststellen, dass sie unglücklich war und zwischen dem Druck Kinder zu bekommen und dem Arbeitsleben beginnt sie zu hinterfragen was sie will. Hier erscheint Saori und bringt die Dinge durcheinander.

Der Manga greift im späteren Verlauf einem Handlungspunkt auf an dem ein anderer Charakter beteiligt ist, der jedoch zu einer großen Sache wird und am Ende zeigt, wie zerbrechlich Saoris und Ayakas Romanze ist.

Die Romanze der beiden ist süß, das Artwork ist sehr ansprechend und die Geschichte wird gut ausgeführt. „I Love You So Much, I Hate You“ ist sicherlich eine gute Lektüre für Yuri-Fans und für alle, die Büro-Romanzen mögen.
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Sand Land

Avatar: Slaughtertrip#11
»Sandland« ist einer der weniger bekannten Manga aus der Feder des in Shounen-Fankreisen berühmten Akira Toriyama. Dieser hatte schon immer das Talent, seine Leser selbst mit den banalsten Geschichten bei der Stange zu halten. Wie er das schafft? Eine Antwort darauf kann nur eine genaue Erkundung des mit Wüstensand überzogenen Landes geben.

Die Handlung ist schnell und einfach erklärt: Wüste → Durst → Wassersuche
Bevor der Eindruck entsteht, der Manga sei ZU banal, muss kurz erwähnt werden, dass es sich bei »Sandland« nur um einen One-Shot handelt. Und wie komplex kann (oder sollte) diese Art von Manga überhaupt sein? Mit »diese Art von Manga« ist ein flotter, spaßiger Shounen gemeint, der Action, Adventure und Comedy sehr gut ausbalanciert und damit ein eher junges Publikum (oder Kindsköpfe wie mich) anspricht.

An Belzebub, dem Hauptcharakter dieses Mangas, erkennt man die typische Handschrift Akira Toriyamas so gut, dass man schon fast dessen Copyright-Zeichen auf der Stirn dieses kleinen Teufels sehen kann. Er ist ein sorgloser Frechdachs, der nur Spiel und Spaß im Kopf hat. Er hält sich für besonders böse, doch wenn man erfährt, dass er mit »böse« meint, sich nicht die Zähne zu putzen oder die Nacht durchzumachen, dann merkt man, dass der über 2.500 Jahre alte Teufelskerl doch nur ein kleines Kind ist. Was er besonders verabscheut, ist eine Tat, die man im Allgemeinen als böse bezeichnet: das Töten von Menschen. Seinen Dämonenfreunden, allen voran Sheef (und einer herrlichen Mischung allerlei übernatürlicher Wesen*), geht es ähnlich. Dieser Manga lehrt dem Leser, ein Buch nicht nach seinem Umschlag zu beurteilen. Für General Shiba aka Rao, dem einzigen Menschen aufseiten Belzebubs, war die Sache zunächst klar wie Kloßbrühe: Dämon = böse. Im Verlauf der Geschichte erkennt man jedoch immer mehr, wer die wirklich Bösen sind, welche egoistischen Ziele sie verfolgen und zu welchen Gräueltaten sie imstande sind, um diese Ziele zu verwirklichen. Und irgendwann im Laufe der Geschichte merkt man, dass diese vielleicht doch nicht SO banal ist.

*Gremlin, ein Dämon, der kein Gremlin ist, sondern ein Zentaur; ein plüschiger japanischer Dämon; ein Dämon, der so aussieht wie ein Geist, der seinen Zipfel nicht anstelle seiner Beine hat, sondern aus seinem Kopf herausragt; ein Dämon, der – im Gegensatz zu dem vorher erwähnten Gremlin – wirklich ein Gremlin ist und mich an den Gremlin aus »Die Simpsons« erinnert; und ein Gargoyle-ähnlicher Dämon (in Farbe!)
Gremlin-Counter: 5

Auch sind es die Charaktere, die aufgrund mehrerer Querverbindungen untereinander die Geschichte spannend halten. Insbesondere der naive König (der es nicht einmal wert ist, namentlich genannt zu werden), General Are und Großgeneral Zeu sind auf interessante Weise mit Shiba/Rao verknüpft, der ebenfalls ein Geheimnis mit sich trägt.

Akira ist immer für Späße und Referenzen zu haben. Der Vater von Belzebub, der Teufel höchstpersönlich, besitzt bestimmt nicht zufällig eine große Ähnlichkeit zu Dabra, dem Herrn der Unterwelt aus »Dragon Ball«. Dass sich Belzebub über das Geschenk Shibas/Raos – eine Playstation inklusive Dragon Quest XIII – freut, kommt nicht von irgendwoher. Akira hat für diese RPG-Reihe nämlich das Charakterdesign entworfen. Auch lebt er hier seine Passion für motorisierte Fahrzeuge aus. Oft sind es vor allem Flugzeuge, Autos und Panzer, denen er eine ganze (Doppel)Seite widmet.

Für viele mag dieser Manga vielleicht nur eine kleine Zwischenstation sein, bis Akira sein nächstes Dragon-Ball-bezogenes Werk auf den Markt bringt. Aktuell können sich die Fans jeden Monat an einem neuen Kapitel von »Dragon Ball Super« erfreuen. Als ich den Manga jedoch zum ersten Mal gelesen hatte, war die Veröffentlichung von neuem Dragon-Ball-Material noch ein Wunschtraum. Dennoch fühle ich mich in Akiras Welten sehr wohl – auch in der großen, weiten Dürre von Sandland.
Post was last edited on 18.09.2020 um 10:21.
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Nikurashii hodo Aishiteru

Avatar: Orlock#12
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  • Yuri
I love you so much, I hate you. Die Titel werden wirklich immer länger.
Jedenfalls ist dies ein wirklich erwachsener Yuri Manga, denn es wird ein erwachsenes Thema behandelt. Und zwar der massive gesellschaftliche Druck, unter dem Frauen ab 30 in Japan stehen.

Hier ist es Ayako Asano, 33, verheiratet und Abteilungsleiterin, also durchaus erfolgreich im Job. Aber auch sie steht unter dem Druck jetzt doch mal langsam Mutter zu werden, und damit auch Hausfrau. Dann findet sie heraus, dass ihr Mann sie betrügt, und um sich zu rächen geht sie auf die Annäherungsversuche einer Kollegin ein.
Das ist Saori Fujimura. Eigentlich die Protagonistin der Geschichte. Aus Ihrer Perspektive wird geschildert, wie es sich anfühlt, nur die Geliebte zu sein.

Die folgende Handlung ist relativ banal. Ich spare mir den Spoiler, denn eigentlich habt Ihr das alles schon mal gelesen.
Aus der Affäre wird Liebe. Dann kommt irgendwann "wir können so nicht weitermachen", bis es dann doch zum Happy End kommt.
Es ist halt nur ein Band.

Aber warum dann 4 Sterne?

Zum Einen natürlich, weil ich einfach Happy Endings liebe. Das ist hier zwar nicht herausragend geworden, aber eben doch vorhanden.
Der andere Punkt ist, dass hier eine erwachsene Geschichte erzählt wird, die sich auch wirklich erwachsen anfühlt. Viele erwachsene Yuri Geschichten unterscheiden sich vom Oberschulszenario im Prinzip ja nur dadurch, dass die Figuren nicht nach der Schule in den Klub gehen, sondern nach der Arbeit noch Einen trinken.
I love you so much, I hate you ist hier einfach anders. Und auch um das wertzuschätzen habe ich die 4 Sterne gegeben.

Noch ein Hinweis:
Auf der englischsprachigen Ausgabe befindet sich tatsächlich eine "Parental Advisory" Warnung. Wahrscheinlich geht es dabei um den Sex im Manga. Ja, der ist vorhanden, aber wir sind hier doch noch sehr weit von Hentai entfernt. Das ist wohl einfach den amerikanischen Moralvorstellungen geschuldet.
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Hurejasik

Avatar: JeySenpai#13
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Handlung
Die Story handelt von Jin Seon und Dongsoo Seon. Wobei letzterer nicht nur der CEO eines großen Unternehmens und der Vater von Jin ist, sondern auch ein, seit Jahren aktiver, Serienmörder. Jin, der körperlich eingeschränkt ist (durch einen Sturz vom Dach eines Krankenhauses als kleiner Junge) und fast sein ganzes Leben alleine mit seinem Vater verbracht hat, hilft diesem seit er denken kann bei seinen Morden. So dient er seinem Vater als Köder und bringt ihm die Frauen, welche dieser zuvor ausgesucht hat. Als kleines Kind half Jin seinem Vater (widerwillig), da er davon ausging, dass Morden nichts ausergewöhnliches sei. Doch mit den Jahren wurde Jin bewusst. dass das was er tat nichts alltägliches ist und dass er für seinen Vater nur von Nutzen ist solange er ihm hilft.

Jin ist an seiner Schule ein Außenseiter und wird immer wieder verprügelt. Doch eines Tages, als er fast zu Tode geprügelt wird, eilt ihm die neue Austauschschülerin Kyun Yoon zur Hilfe. Als Jin aufwacht steht Kyun an seinem Bett, sowie einer seiner Lehrer, welcher seinen Vater angerufen hat. Daraufhin rastet Jin aus und schickt die verdutzte Kyun fort. Als diese sein Zimmer verlässt trifft sie allerdings auf Jins Vater und so beginnt das Übel.
Jins Vater möchte, dass Jin ihm Kyun bringt, damit sie sein nächstes Opfer wird. Anfangs ist sich Jin noch unschlüssig was er tun soll, doch mit der Zeit entwickelt er Gefühle für Kyun und entscheidet sich dazu sie seinem Vater nicht auszuliefern. Der ist jedoch gar nicht erfreut als er dahinter kommt. Daraufhin heißt es Vater gegen Sohn, und es geht nicht nur um Kyuns Leben...

Mehr will ich zur Handlung gar nicht schreiben, da ich ohnehin schon einiges vorweg genommen habe.

Charaktere

Jin Seon - Jin ist zu Beginn der Handlung nichts weiter als die Marionette seines Vaters, da er zu viel Angst um sein Leben hat. Er denkt, sein Vater werde ihn töten, sobald er ihm nicht mehr von Nutzen ist. Zu seiner Verteidigung lässt sich allerdings sagen, dass sein Vater ihm keinen Anlass gibt etwas anderes zu denken.
Doch seine Einstellung ändert sich als er Kyun kennenlernt. Er überlegt daraufhin sogar zur Polizei zu gehen, hat aber zu viel Angst, dass er selbst für die Morde belangt werden könnte, da er seinem Vater über Jahre hinweg geholfen hat. Trotzdem will er seinem Vater nicht mehr helfen und entscheidet sich dazu Kyun zu beschützen und sich seinem Vater zu widersetzten. Umso mehr sich die Beziehung zwischen Jin und Kyun vertieft, umso mehr entwickelt sich Jin in seiner Persönlichkeit weiter. Letzten Endes überwiegt sogar nicht mehr Jins Angst für seine Verbrechen belangt zu werden, sondern die Angst davor, Kyun zu entäuschen und sie zu verlieren.
Insgesamt lässt sich sagen, dass bei Jin vor allem seine charakterliche Entwicklung und die Einflüsse Kyuns und seines Vaters auf ihn im Vordergrund stehen und interessant zu verfolgen sind.

Dongsoo Seon - Das Handeln, aber vor allem das Denken von Jins Vater ist bereits von Beginn an schwer zu durchschauen, wodurch es schwer ist zu erahnen was passieren wird. So versucht er auf der einen Seite zwar an Kyun zu kommen und Jin fertig zu machen, auf der anderen Seite versucht er aber auch Jin für sich zurück zu gewinnen. Somit ist er zwar eindeutig der "Böse" in dieser Geschichte, allerdings sind seine Ambitionen Jin betreffend nicht eindeutig zu durchschauen und werden erst am Ende der Handlung offen gelegt.
Insgesamt ist Jins Vater ein sehr spannender Charakter, da seine Gefühle Jin betreffend die meiste Zeit über unklar sind.

Kyun Yoon - Wenn Jins Vater den schlechten EInfluss auf Jin darstellt, so stellt Kyun den positiven Einfluss auf Jin dar. Kyun ist der Grund, weshalb sich Jin seinem Vater entgegenstellt und stärker werden will. Allerdings ist Kyun die längste Zeit der Handlung darüber im Unklaren was die gemeinsamen Morde von Jin und dessen Vater betrifft. Darüber hinaus verleitet sie Jin aber nicht ausschließlich zu guten Dingen. Sie verleitet Jin zwar nie direkt dazu etwas schlechtes zu tun und hält ihn sogar davon ab, allerdings ist Jin zu vielem bereit um Kyun zu beschützen, vor allem wenn diese nicht anwesend ist.
Insgesamt verkörpert Kyun also den guten Einfluss auf Jin und ist der Auslöser für dessen Veränderungen. Sie ist darüber hinaus aber auch sehr charakterstark und steht Jin zur Seite.

Fazit
Alles in allem ist Bastard wirklich gut erzählt und hält die Spannung die ganze Zeit auf einem hohen Niveau. Die Entwicklung der Charaktere und deren Beziehungen untereinander sind sehr interessant. Alles in allem würde ich Bastard daher empfehlen, wenn man die Genres Horror und Psychological gerne liest und kein Problem mit Gewaltdarstellung hat. Ich persönlich fand vor allem die Beziehungen zwischen Jin und Kyun, Jin und seinem Vater, aber auch die zwischen Jin und einem seiner Schulkameraden (Manny Kim) sehr interessant. Jede dieser Beziehungen trägt unterschiedlich zu seiner Entwicklung bei, die im vorletzten und letzten Kapitel zum Abschluss kommt und ich sehr gelungen finde. Aber auch die Tricksereien und das Handeln von Jins Vater sind spannend zu verfolgen, da man nie genau weis was einen nun erwartet, da es sehr schwer ist ihn zu durchschauen.



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Oniichan wa Oshimai!

Avatar: Letsplaybar#14
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Verarbeitung
  • Comedy


Material/Aussehen:
Der Manga ist im Standardformat und hat 3 Farbseiten. Im Ebook hat jeder Band zwischen 1-2 Farbseiten zum Ende hin, das heißt die nächsten Bände in Papierform werden auch Farbseiten haben

Klappentext:
Als Mahiro eines Tages aufwachte, bemerkte er, dass er sich in ein Mädchen verwandelt hatte.

Charaktere/Story:


Mahiro Oyama:
Mahiro ist der Protagonist unserer Reihe, er hat am Abend zuvor von seiner Schwester ein Mittel bekommen das ihn in ein Mädchen verwandelt hat, am Anfang lebt ehr noch wie ein Hikikomori doch nach und nach resozialisiert er sich und findet in der Schule Freunde (Ja obwohl er eigentlich ein Student ist geht er wieder zur Schule, da er deutlich Jünger aussieht als Mädchen)

Mihari Oyama:
Sie ist Mahiros kleine Schwester und ist ein Genie, sie versucht mit allen Mitteln ihren Bruder wieder zu resozialisieren dabei entstehen echt Lustige Momente


Kaede Hozuk:
Sie ist die Beste Freundin von Mihari und sorgt auch für einigen Trubble gibt Mahiro Schmink tipps und ist immer Bestens selbst geschminkt.

Momiji Hozuk:
Sie ist Kaedes Kleine Schwester und sieht von Weiten aus wie ein Junge, sie scheint im ersten Moment am Achtklässlersyndrom zu leiden, dies gerät aber schnell in den Hintergrund. Sie befreundet sich mit Mahiro an und die beiden erleben viele Abenteuer.

Ouka Asahi / Murosaki Miyo:
SIe gehen gemeinsam mit Mahiro und Momiji in die selbe Klasse und gehören zu ihrer Clique die 4 erleben so einiges im Verlauf der Bände.

Fazit:
Der Manga punktet mit seiner Lockeren Art die sich nicht selbst allzu ernst nimmt man liest ihn schnell weg und wird süchtig nach mehr, auch wenn die Story sehr flach ist wird man sich mit dem Manga amüsieren in der Printausgabe ist ein Weiteres Bonus kapitel weshalb sich der Kauf lohnt. Wer nicht warten kann wie es weiter geht, kann für ca 2€ pro Band das Ebook kaufen und ist so auf den Neusten Stand.

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Tate no Yuusha no Nariagari

Avatar: Letsplaybar#15
  • Handlung
  • Illustrationen
  • Charaktere
  • Verarbeitung


Material/Aussehen: Der Manga ist im größeren gewohnten Tokyop Format und ist Qualitativ Hochwertig und Gut Verarbeitet, des weiteren Punktet er am Anfang mit Farbseiten.

Klappentext:
Ein Schild von einem Mann! Der zwanzigjährige Naofumi ist Student und bezeichnet sich selbst als Otaku. Beim Lesen eines vermeintlich alten Buches, dem »Traktat der Waffen der vier Heiligen« verliert er das Bewusstsein und findet sich in einer mittelalterlichen Welt als einer der vier legendären Helden wieder. Diese wurden gerufen, um jene Welt vor einer Angriffswelle von Monstern aus einer anderen Dimension zu beschützen. In der Videospielartigen Welt wird jedem der Helden eine Waffe verliehen, wobei Naofumi der Schild zufällt, welcher aufgrund des Schwerpunkts der Verteidigung nur geringes Ansehen genießt. Doch Naofumi ist trotzdem fest entschlossen, ein wahrhafter Held zu werden!

Charaktere/Story:

Naofumi Iwatani:
Ist unser Protagonist welcher in einer Welt beschworen wird als einer der 4 Heiligen Helden und wird dabei der Held des Schildes, doch als dieser hat er es nicht leicht, den ihn wird übel mitgespielt, doch im Laufe der Story beweist er sich, räumt hinter den anderen Helden auf und Zeigt das man sich auf ihn verlassen kann. Er ist durch die Erfahrungen die er gemacht hat Argwöhnisch gegenüber anderen Personen findet aber im Verlauf ihm treue Kameraden.


Motoyasu Kitamura (Sperr) / Ren Amaki (Schwert) / Itsuki Kawasumi (Bogen) :
Die 3 sind die anderen Helden die Beschworen wurden, sie stammen alle aus einem anderen Japan und halten diese Welt für ein Spiel, wo sie in der 1. Welle noch Glänzen, haben sie in der 2. Welle schon kaum eine Chance diese zu bezwingen. Motoyasu ist Naofumi gegenüber gehässig und fällt auf die Intrige der Prinzessin voll rein, ebenso wie die anderen Beiden, auch wenn diese beiden mehr Hinterfragen und eher Neutral gegenüber Naofumi stehen. Alle 3 werden aber von Anfang an vom König von Melromarc unterstützt und haben somit einen leichteren Start, was ihnen aber zum aktuellen Stand eher zum Verhängnis wird.


Malty S Melromarc:
Als 1. Prinzessin von Melromarc und als Gefolge von Motoyasu tritt sie im Buch auf. Sie hat es im Verlauf der Geschichte immer wieder auf Naofumi abgesehen und legt ihn so am Anfang auch rein. Sie sorgt dafür das so einiges schief läuft und manche Probleme wären wohl ohne sie garnicht erst entstanden, im späteren Verlauf bekommt sie den Namen Schlampe als Strafe für ihr Verhalten.


Raphtalia / Filo:
Nach dem Naofumi von Malty reingelegt wird lernt er einen Sklaven Händler kennen, dieser verkauft ihm Raphtalia, welche das Schwert der Helden des Schildes wird, sie verliebt sich auch recht schnell in Naofumi und steht ihm immer mit Tat und Kraft zur Seite. Im Verlauf kauft Naofumi ein Ei bei eben jenen Sklavenhändler aus ihm schlüpft Filo die eine Filolial ist zu erst sieht sie noch ganz normal aus wird dann aber zu einem Aufgeplusterten Vogel und nimmt schließlich Menschengestalt an. Filo und Raphtalia stehen Naofumi immer zur Seite und sind die ersten seiner Kameraden.




Melty Q Melromarc:
Melty ist die 2. Prinzessin und die Thronprinzessin von Melromarc. Naofumi trifft sie eines Tages als sie mit Filolial spielt. Zu dem Zeitpunkt weiß er noch nicht wer sie ist. Sie freundet sich schnell mit Filo an. Später nach der 2. Welle versucht sie Zwischen ihrem Vater und Naofumi zu vermitteln und Gerät dabei in Lebensgefahr als ein Komplott von Ihrer Schwester und der 3 Heldenkirche versuchen sie zu töten und dies Naofumi anzuhängen, in Folge dessen Beschützt dieser Sie und sie Fliehen. Am Ende der ganzen Geschichte sieht man zum ersten Mal ihre Mutter die Königin, die im Nachhinein die Strafe über den König und Malty verhängt.


Weitere Story:

Nach dem die der Komplott zu Ende ist fahren die 4 Helden zum Training auf eine Insel hier findet Naofumi durch Zufall eine weitere Sanduhr und diese Zeigt eine Nahe Welle an. Hier treffen die Helden das erste mal auf die Helden einer anderen Welt die sich als feinde der 4 Helden herausstellen. Nach dem Naofumi die Helden abgewährt hat, kehren die Helden zurück in die Hauptstadt hier Stellt die Königin mit Naofumi einen Trainingsplan auf, doch die anderen Helden sehen nicht ein warum sie sich anstrengen sollen, wenn sie nicht stark genug wären solle wer anders die Wellen aufhalten. Darauf hin schmieden die Königin und Naofumi einen Plan das die 3 auch mal so etwas wie Naofumi erleben und die Notwendigkeit des Trainings sehen. Also sollten die Helden die Mysteriösen Monster besiegen und die nächste Welle danach wären sie Frei, würden aber auch keine Unterstützung mehr von Melromarc bekommen. Während Naofumi dem ihn zugeteilten Sektor übernimmt und untersucht hauen die 3 Helden in ein Nachbarland ab, wissen sie etwas genaueres oder Fliehen sie nur und zerstören den Plan der Königin? Im Verlauf des Aktuellen Bandes stellt sich heraus das ein Monster das die Welt Beschützen solle wenn die Helden zu schwach wären manipuliert wurde und jetzt als Feind dieser Welt agiert, so Stellen die Reiche eine Bündnisarmee auf um dieses Wesen (Eine Riesige Schildkröte) zu besiegen. Beim erkunden des Inneren der Schildkröte treffen sie plötzlich wieder auf die Helden der anderen Welt, haben diese was mit der Manipulation des Monsters zu tuen?

Fazit:
Der Manga stellt die Story deutlich besser dar als dies der Anime tut, desweiteren erfährt man schon jetzt wie die Story weiter geht und liest sich einfach nur traumhaft, von daher kann ich die Reihe mit immerhin 14 Bänden hierzulande nur wärmstens empfehlen.
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